PŘIHLÁŠENÍ / REGISTRACE

CHAEDRIST - Grandevality


Obal


1. JENSEITS ALLER SONNEN

Jenseits aller Sonnen wartet
kalte Nichtigkeit, der Kosmos,
reizentleert real und gottlos.

Bricht ein Mythos, brechen Welten,
springt ein Spiegel, springen Scherben.
Bricht ein Mensch, so brechen Menschen,
spricht ein Spiegel, sprechen Mythen.

Ich war einsam und gestaltlos,
kaum mehr schemenhafter Mythos
und als Mensch perfekt – entartet –
surreal und geistvollendet,
so brillant und bestialisch,
doch zugleich unheilbar sterblich.

Hoffnung ist, wie Fleisch, verderblich;
abgeklärt und amoralisch
habe ich mich zugewendet
jener Kunst, allein zu leben,
um mein Dasein selbst zu prägen
und in Würde fortzugehen.

Doch Wahngemälde soll ich sehen
mit den letzten Herzensschlägen,
die dem Tod mich übergeben…



2. ANYTHING GOES BUT NOTHING REMAINS

Some fools call me uncouth
because I face them with
the icy bars of their
conception of the world.
Become, instead, a myth
far from collective truth!

Anything goes
but nothing remains.

Forsooth there is still more
to gain, thus soon the cage
of self will burst atwain.
My host to stand against
the spirit of the age
is ready for this war!



3. SCHÖPFERKRAFT UND WELTENBRAND

An der Schwelle meines Leibes
stehe ich und starre bang
auf die Reste meines Fleisches…
Rückkehr oder Niedergang?

Nihil possunt homines
contra vastitatem mundi.
Ave Chaedra!

[Chorus]
Gottgleiches, raumzeitloses, allgebärendes Nichts.
Finstere Göttermutter. Paradies. Hort des Verzichts.

Ave Chaedra, vecreatrix mundi!

Tosende Erinnerungen
an die Zeit, die ich bestand…
dann das Licht, das weilt dort unten:
Schöpferkraft und Weltenbrand.



4. WHICHEVER SIGNS WE CARVE

The breach throughout all spheres
would tear our minds apart
if we would sense what lies
down there, beyond at heart.

So once the blindfold has
been lifted from the eyes
then there is no return
from such a grievous rise.

Whichever signs we carve
into this worldly urn,
its content first of all
to ashes must been burnt.



5. ALTE EISERNE BRÜCKEN

Ich sah die alten, eisernen Brücken,
vom Zahn der Zeit allmählich zerfressen, stehen
und fallen; zwischen Welten klaffen nun Lücken,
von Schrott gesäumt. Selbst die Fundamente vergehen.

Doch was ist dann der göttliche Stoff,
ja was ist die altehrwürdige Essenz,
die allem trotzt in ihrer Omnipotenz?

Ich sah die edlen stählernen Brücken
erhaben, aber dennoch nicht ewig stehen.
Und wieder klaffen zwischen Welten die Lücken,
in denen rostige Winde unheilvoll wehen.

Was denn nun das Material,
das unverwüstlich-zeitlose Element,
das weder Dasein noch Vernichtung kennt?



6. DEN VERDENS NYE AVGUDEN

Det gamle smertetåket klarnet;
da kom til syne dette tornet
som lar meg drømme, som meg såret.
Til sist har minnen meg innhentet.

Den verdens nye
avguden jeg var.

Jeg åpenbarer dette lyset
for dere sist – et sjeleruset.
Deretter jeg vil ikke vende
tilbake, aldri mer til ende.

I glemselen jeg vil forsvinne
til full av bitterhet og sinne.
En øde verden skal meg minne
om mørker inn i som jeg vil skinne…



7. IM WIDERSCHEIN DER WIRKLICHKEIT

Ich hauste einst in finstren Tiefen
bei schattenschwirrend’ Lichterschein;
ich lag in Ketten, sah Gestalten,
ach, lang sollt’ dies mein Kosmos sein!

Nach Jahren ward von Rost zerfressen
die Fessel meiner Lebenszeit;
gebannt berührte ich die Schemen
in ihrer trauten Seltsamkeit.

Ein Schauer fasst’ mich Schmerzensreichen,
die Fingerspitzen wurden kalt;
ich riss sie los von jener Mauer,
an der sich Tausend festgekrallt.

Mein Blick von Zähren heiß verhangen,
gezeichnet von Gefangenschaft,
mein Auge füllte sich mit Funken
geheimnisvoller Flammenkraft.

Gar feurig schlug aus mir Erkenntnis,
Gesichter glühten panisch weiß!
Mein Geist umfasste ihre Welten
und gab sie ihrem Schicksal preis.

Doch trotz des Wissens, trotz des Forschens
genügte mir das Licht nicht mehr;
mich drängte es nach hellsten Pfaden,
zur Reise ohne Wiederkehr.

So stieg ich hoch die steilen Stufen,
von Weisheit in den Fels gebaut;
Gestein zerschnitt mir Hand und Sohle,
es strömte warm aus meiner Haut.

Anstelle all der Mensch-Miasmen
betörte mich ein milder Duft,
vom Hauch des Winters weit getragen,
gelöst in klarer, kühler Luft.

Erschöpft durchschritt ich stolz die Pforte,
der Blick zurück tat kaum mehr weh;
bewusst ein letzter Schritt nach draußen -
mein bloßer Fuß zermürbte Schnee.



8. GRANDEVAL GODDESS

Once as the omniune
primeval mass expanded,
existence has been granted.
This singularity
tremendously unfolded,
and over all she floated.

[Chorus]
Chaedra… omnis anima…
grandeval goddess…
transcendental stigma…

Her dormant spirit I
revived with given forces
to take unseen new courses.
Let me elucidate
the entity of Chaedra,
the transcendental stigma.

I feel her gaping void
beyond the streams of matter
where being shall be shattered.
Thus I cannot conceal
my shell of withered substance
and drift into the distance…



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